Wir bilden seit 2004 im Beruf Tierwirt Imker aus. Nun haben wir uns der Jury der Landwirtschaftkammer gestellt und an einem Wettbewerb teilgenommen.
Lesen Sie hier den Zeitungsartikel über die Auszeichnung

Sind Sie ebenfalls wegen des Rückgangs der Insekten und der ökologischen Folgen beunruhigt?

Die Honigbienen haben die Imker als Pfleger und Beschützer und sind auf Grund ihrer Lebensweise robuster als andere Insekten. Jedoch die Wildbienen und andere Insekten sind in ihrem Vorkommen massiv zurückgegangen. Manche Arten gelten als ausgestorben. Viele Arten werden nur noch auf wenigen Rückzugsinseln gefunden. Die Ursachen sind vielschichtig. Es fehlen vor allem Nahrung und Rückzug.

Wie Sie im eigenen Umfeld Lebensräume schaffen können, erklärt ihnen das Netzwerk blühende Landschaft auf der Webseite http://bluehende-landschaft.de/.

Eine weitere Möglichkeit, den Insekten und anderen Tieren Lebensräume zu schaffen, ergibt sich, wenn nicht Mais für die Erzeugung von Biogas angebaut wird, sondern blühende Pflanzen. Bevor die abgeblühten Pflanzen die Biogasanlage füttern, bieten Sie blütenbesuchenden Insekten Nahrung. Durch den Bezug so erzeugten Stroms können Sie ihren Betrag leisten. Bisher ist die Initiative https://bienenstrom.de/#sandwich-idee der Stadtwerke Nürtingen auf den Süden beschränkt. Der Wechsel ihres Stromanbieters ist kinderleicht. Viele Biogas erzeugende Landwirte sind bereit, etwas für die Insekten zu tun, wenn der wirtschaftliche Nachteil abgefedert wird. Womöglich werden auch Stromanbieter in ihrer Region bald initiativ.

Wir werden in naher Zukunft unseren Honig mit Bienenstrom schleudern und unseren bisherigen Anbieter von Naturstrom auswechseln!

Eine weitere Initiative in diesem Zusammenhang finden Sie hier https://www.sternenfair.de/.

Hier verpflichten sich Kuhbauern zu einer Insekten - fördernden Bewirtschaftung ihrer Wiesen und Weiden und verzichten zusätzlich auf gentechnisch veränderte Futtermittel. Ein Aufpreis durch die Molkerei Sternenfair sichert den Bauern ihre Existenz und gleicht die höheren Kosten und geringeren Erträge aus. Die Milchprodukte finden sie in den Regalen vieler Supermärkte.

 Wie Sie sehen, gibt es viele Möglichkeiten, eine Landwirtschaft zu fördern, die der Natur und dem Gemeinwohl dient.

 

Die Zeitung Die Rheinpfalz hat uns zum Spritzmittel Glyphosat und seinen Auswirkungen auf Bienen interviewt. Sie können den Artikel hier lesen.

Glyphosat hat einen bedeutenden Anteil an einer konventionellen Landwirtschaft, welche wilden Pflanzen, Tieren und natürlich Insekten und Bienen zu wenig Lebensraum und Nahrung beläßt. Heute sind die Äcker weitestgehend frei von Begleitkräutern. Nach der Rapsblüte finden Bestäuber kaum noch Nahrung in der Feldflur. Glyphosat beeinträchtigt die Orientierungsfähigkeit von Bienen während ihres Sammelfluges. Mittlerweile findet man den Wirkstoff gelegentlich im Honig und der Honig kann seine Verkehrsfähigkeit verlieren.

Glücklicherweise gibt es in unserer Region im Pfälzer Bergland noch viele Gebiete mit extensiver Landwirtschaft und Flächen mit wilder Vegetation. Oder unsere Bienenvölker stehen in den Sommermonaten in großen Waldregionen, wo sie Edelkastanien, Linden, Tannen oder Fichten befliegen.

Leider finden die nötigen Weichenstellungen durch unsere Politiker nicht statt. Kaufen Sie als Verbraucher regionale Bioprodukte. Damit haben mehr Landwirte die Möglichkeit, ökologisch zu wirtschaften und ihre Existenz zu erhalten.

 

In den vergangenen 3 Wochen haben wir alle unsere Bienenstände besuchen können und jedes Volk angeschaut. Wir sind derzeit von dem guten Zustand der Völker sehr beeindruckt. Die Verluste seit Oktober liegen bei nur 0,35%. Die derzeitige Verfassung der Bienen ist das Ergebnis unserer fachlich fundierten und engagierten Spätsommerpflege. In einer Zeit, in der die Bienen wegen intensiver Landwirtschaft und dem Klimawandel einen schwierigen Stand haben, ist deren Überleben um so mehr von dem Engagement gut ausgebildeter Imker abhängig.

Frühestens Anfang März und wenn die Temperaturen auf über 10°C ansteigen, werden wir die nächste Nachschau halten. Bis dahin ruhen die Völker. Die Fluglöcher sind mit Gittern oder Keilen so eingeengt, daß keine Mäuse die Winterruhe stören könnten. Hoffentlich entdecken keine Spechte die Völker als ergiebige Futterquelle.

Liebe Kunden,

am kommenden Wochenende, Samstag den 19. und Sonntag den 20. September sind wir mit unseren Produkten auf dem Bauernmarkt in Speyer. Wir freuen und auf Ihren Besuch!

Ihr Jan-Drik Bunsen

Flugblatt des Bauernmarkts in Speyer