Aktuelles am Pfingstmontag
Montag, den 17. Mai 2010 um 15:34 Uhr
Liebe Freunde der Imkerei Bunsen
Die Saison 2010 läuft auf vollen Touren. Bei 26 °C am Pfingstmontag tragen die Bienen bis zu 8 kg Nektar ein.
Die Bienen im Bienenstock und am Flugloch erzeugen durch Flügelschlagen einen spürbaren Luftstrom, der die großen wasserreichen Nektarmengen auf ein Viertel der ursprünglichen Masse eindickt. Die Bienen fügen noch eigene Fermente hinzu und fertig ist der Honig.
Während ich diese Zeilen schreibe wird auch der eine oder andere Schwarm davonfliegen. Dies ist immer ein beeindruckendes Naturschauspiel, wenn die bisherige Regentin mit 15 - 20.000 Bienen aus dem Flugloch stürzt, und sich der Himmel spürbar, der vielen Bienen wegen, verdunkelt. Meist werde ich durch den "Fluglärm" erstmalig darauf aufmerksam.
Im Pfälzer Bergland ist es nicht immer einfach, ebene Plätze für die Aufstellung von Bienenvölker zu finden. Freundlicherweise genehmigte uns ein namhafte Firma die Aufstellung unser Bienen auf dem Vorhof eines Windrades.

Die Aussicht für uns Imker ist an solch exponierter Stelle grandios.
Wegen der langen Kälteperiode von Ende April bis Pfingsten ist noch nicht allzuviel Honig in den Bienenkästen. Aber ich bin zuversichtig, dass sich die Waben in der kommenden Woche noch füllen lassen werden.
Danach heißt es schnell zu ernten und ab in die Akazienblüte in das Saarland. Dies ist immer die hektischste Zeit des Jahres.
Trotzdem bleibt der Spaß nie auf der Strecke. Es gibt immer auch kuriose Entdeckungen, die uns Imker zum Lachen bringen.

Schwertschlucken gehört zu unseren beliebtesten Mutproben.

Einen schönen Sommer wünscht Ihnen
Jan-Dirk Bunsen
Die Aussicht für uns Imker ist an solch exponierter Stelle grandios.
Wegen der langen Kälteperiode von Ende April bis Pfingsten ist noch nicht allzuviel Honig in den Bienenkästen. Aber ich bin zuversichtig, dass sich die Waben in der kommenden Woche noch füllen lassen werden.
Danach heißt es schnell zu ernten und ab in die Akazienblüte in das Saarland. Dies ist immer die hektischste Zeit des Jahres.
Trotzdem bleibt der Spaß nie auf der Strecke. Es gibt immer auch kuriose Entdeckungen, die uns Imker zum Lachen bringen.
Imkerei Jan-Dirk Bunsen im September 2009
Dienstag, den 29. September 2009 um 10:22 Uhr
Liebe Honigfreunde und -freundinnen,
das Jahr 15 nach Gründung der Bioland-Imkerei Bunsen geht dem Ende entgegen. Die anstrengenden Aufbaujahre liegen schon lange hinter uns, die Imkerei wächst nur noch in kleinen Schritten. Viel wichtiger ist nun, dass die Arbeit für uns Imker durch technische Hilfsmittel immer leichter wird. Auch in der Organisation der jährlichen Abläufe und dem „Drehen an den kleinen Schrauben“ liegen manchmal große Potentiale, die uns manche Arbeitsstunden ersparen.
Ich sehe Jahre, in denen die Witterung oder der Gesundheitszustand der Bienenvölker eine gute Ernte nicht zulassen, mit immer mehr Gelassenheit und Zuversicht.
So hatte der lange Winter den Bienenvölkern zwar sehr zugesetzt, doch kam am Ende zumindest eine fast durchschnittliche Honigernte zustande. Leider gab es in den vergangenen zwei Jahren keinen Wald- und keinen Tannenhonig in den Vogesen oder im Schwarzwald zu ernten. Da auch die Lagerbestände aus guten Jahren aufgegessen sind, können wir mindestens in den nächsten 12 Monaten keinen Wald- und keinen Tannenhonig mehr liefern!
Wald- und Tannenhonig stammt nicht aus den Blüten von Eichen, Fichten oder Tannen, sondern von Rindenläusen, die aus den Zweigen und Stämmen Baumsäfte saugen. Die Läuse sind vor allem an den Eiweißverbindungen der Pflanzen interessiert und sondern die überschüssigen süßen Kohlenhydrate vor der Passage durch den Verdauungstrakt aus. Man nennt diese Absonderungen Honigtau. Dieser wird von den Bienen entweder direkt von der Laus oder auf Nadeln und Blättern abgesammelt.
Nur wenn sich die verschiedenen Honigtauerzeuger in Massen vermehren und gutes Flugwetter herrscht, kommt es zu einer Ernte dieses Honigs für die Bienen und die Imker.
Noch haben wir an den Außenständen mit den Bienenvölkern zu tun. Derzeit werden junge Königinnen eingesetzt, die ein sicheres Überwintern ermöglichen und im Frühjahr stärkere und fleißigere Kolonien aufbauen. Danach folgt eine weitere Behandlung mit Ameisensäure gegen die so gefährliche Varroamilbe. Ameisensäure ist bei warmer Witterung gut wirksam. Sie kommt als Stoff in der Natur vor und hinterläßt bei richtiger Anwendung keine Rückstände in den Bienenprodukten. Nach einer Ergänzung der Wintervorräte dürfen die Völker dann in die wohlverdiente Winterruhe gehen.
Ab Ende September werden wir dann die neue Ernte in Gläser füllen. Erst dann ist die Temperatur in den Verarbeitungsräumen niedrig genug, um den Honig in der so geschätzten cremigen Konsistenz abzufüllen. Niedrige Temperaturen unter 16° C bis 18° C lassen den Honig schnell und damit sehr fein kristallisieren. Die feinen Kristalle werden vom Verbraucher nicht gespürt und als Creme wahrgenommen. Zu Herbstbeginn steigt auch der Appetit auf Honig und wir haben mit dem Etikettieren und dem Versenden der Honiggläser gut zu tun.

Unser Auszubildener Jonas Grün - seinen Mut im Umgang mit den Stech-Immen beweist das Foto - hat im August mit Bestnote für ganz Deutschland die Prüfung zum Imker bestanden. Das motiviert auch mich als Ausbilder weiterhin mein Wissen und meine Erfahrungen an junge Menschen weiterzugeben. Wenn meine ehemaligen Auszubildenen in anderen Imkereibetrieben in Deutschland, Europa oder in Übersee arbeiten, wirken sie dort auch als „Botschafter“ für die vielfältigen Arbeitsmethoden und Ansichten der internationalen Imkerschaft.
Ihr Jan-Dirk Bunsen
Imkerei und Klimaschutz
Samstag, den 03. Januar 2009 um 21:53 Uhr
Als ökologisch wirtschaftender Imker stehe ich hinsichtlich Klimaschutz in besonderer Veranwortung. In meiner Imkerei wird für die Erzeugung eines Glas Honigs etwa die Menge an elektrischer Energie benötigt, die eine 100 Watt-Birne in einer Stunde verbraucht. Die Bewirtschaftung und das Wandern mit den Bienen erfordert darüberhinaus eine Menge von 0,07 l Diesel für ein Glas Honig. Dazu kommt noch der Energieaufwand, den die Hersteller von Geräten und Betriebsmitteln für die Imkerei benötigen.
Ich bin bemüht, den Energieeinsatz möglichst gering zu halten und die benötigte Energie möglichst aus regenerativen Quellen zu beziehen.
In dem 2002 bezogenen Imkereigebäude wird die Heizung ausschließlich mit Holz aus den umliegenden Wäldern betrieben. Das Warmwasser wird ebenfalls mit der Holzfeuerung oder mit Hilfe der Solaranlage auf dem Dach erzeugt.
Das Einschmelzen alter Waben hat bisher auch immer viel elektrische Energie verbraucht. Seit dem Herbst besitze ich einen alten Dampferzeuger aus Militärbeständen, der mit altem Palettenholz befeuert wird. Jetzt macht das Wabenschmelzen wieder Spaß.
Seit Januar 2009 beziehe ich ausschließlich elektrische Energie aus regenerativen Quellen über die Firma Naturstrom.
Professionelles Arbeiten ermöglicht hohe Honigerträge, so dass sich die eingesetzte Energie auf eine große Menge Honigs verteilt. Kartonagen unserer Lieferanten nutzen wir für den Honigversand ein weiteres Mal.
Das Winterfutter für die Bienenvölker stammt ausschließlich aus europäischer ökologischer Landwirtschaft. Ökologische Landwirtschaft dient auf vielfältige Weise dem Klimaschutz. Durch Ökologische Landwirtschaft gelangen keine Spritzmittel in die Feldflur, was der Gesundheit meiner Bienen und anderer Insekten wiederum dient.
Die Bestäubungsleistung der Honigbiene hat eine Schlüsselfunktion für den gesamten Naturhaushalt und das Wachstum von Pflanzen und Tieren. Auch das dient dem Klimaschutz.
In der kalten Jahreszeit sehe ich fast täglich Stieglitze, die Sonnenblumensamen picken oder Amseln und Meisen die Früchte des Weißdorns oder der Heckenrosen fressen. Diese Beobachtungen sind immer wieder eine Bestätigung, wie wichtig die Honigbienen und ihre Bestäubung sind und geben meiner Arbeit als Imker Sinn.
Jan-Dirk Bunsen
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