Unsere Imkerei

Die sonnige Pfalz - ein Paradies für Honigbienen

Im Westpfälzer Bergland, nicht weit vom Donnersberg, befindet sich die Imkerei Bunsen. Im Herbst 2002 sind wir in unser neues, nach bauökologischen Gesichtspunkten geplantes Wohn-Betriebsgebäude gezogen, das moderne Ansprüche an Arbeitskomfort und Lebensmittelhygiene erfüllt. Hier an unserem Lebensmittelpunkt schleudern wir den Honig und füllen ihn in Gläser.
Die Bienenvölker selbst befinden sich dagegen an verschiedenen Plätzen im näheren oder weiteren Umland, wo sie günstige Lebensbedinungen vorfinden.
Das milde Weinbauklima und die landschaftliche Vielfalt der Pfalz bieten den Bienen eine Vielfalt an Trachtpflanzen. Indem wir die Bienenvölker im Sommer an jeweils andere Trachtorte des Umkreises bringen, ist es uns möglich, regionale Spezialitäten wie Akazien-, Kastanien- oder Waldhonig zu ernten. In manchen Jahren lohnt es sich auch, für Tannenhonig in den Schwarzwald oder in die von hier nicht fern gelegenen Vogesen zu wandern.
Sorten wie Raps-honig, Frühlingsblüten- und Sommerblütenhonig, Löwenzahnhonig oder den Waldblütenhonig ernten wir direkt an den Überwinterungsplätzen. Lindenblütenhonig und Sonnenblumenhonig runden das Sortiment ab.
Auch wenn es mühsam ist, die Bienen während der Nacht zu verstellen, macht es Spaß, das vielfältige An-gebot der Natur mit den Bienen zu nutzen und mitzureisen.
Soweit möglich, nutzen wir Flächen von ökologischen Betrieben oder Naturtrachten.
Die Bienen erfüllen einen wichtigen Dienst an der Natur, weil sie durch die Bestäubung der Blüten das Fruchten ermög-lichen. Somit haben die Bienen eine Schlüsselstellung für die Nahrungskette im Ökosystem.

Honig, von Natur aus ein "Lebens"-Mittel

Honig bereiten die Bienen aus dem Nektar der Blüten oder aus dem Ho-nigtau auf Nadel- und Laubbäumen. Im letzteren Fall spricht man von Waldhonig. Die unterschiedliche Her-kunft von Nektar und Honigtau e-möglicht die geschmackliche Vielfalt der Honigsorten.
Honig ist ein Naturprodukt, dem nichts hinzugefügt oder entzogen werden darf. Ist er im Bienenstock richtig ausgereift, hält er sich über lange Zeit.
Honig lebt, er ist ein Le-bensmittel. In einem naturbelassenen Honig finden noch viele stoffliche Umwandlungen der organischen Säuren, verschiedener Zucker und Aromen statt, so daß der Honig erst einige Monate nach der Ernte seinen vollendeten Geschmack erreicht. Auch die bleibende Konsistenz muss sich erst entwickeln.
Es ist uns ein großes Anliegen, den Honig so vollwertig zu erhalten, wie wir ihn von den Bienen bekommen. Seine wertvollen Inhaltsstoffe sind sehr wärmeempfindlich; daher erwärmen wir ihn bei der Schleuderung oder beim Abfüllen nie über Bienenstocktemperatur.

Ökologische Imkerei sichert Produktqualität

Durch die Art der Bienenhaltung sind unsere Völker weitestgehend gesund und wiederstandsfähig. So brauchen wir keine Chemotherapeutika im herkömmlichen Sinne einzusetzen. Die vor nunmehr fast 3 Jahrzehnten aus Südost-Asien eingeschleppte Varroa-Milbe wird von uns entsprechend der EU-Richtlinien durch die Verwendung von natürlichen Säuren nach der letzten Honigentnahme bekämpft.
Die hier verwendete Ameisensäure wird von Ameisen seit Jahrtausenden erfolgreich gegen Widersacher eingesetzt. Die ebenfalls von uns benutzte Oxalsäure ist natürlicher Inhaltsstoff vieler Pflanzen.
Selbstverständlich setzen wir keine Antibiotika gegen gefährliche Bienenseuchen ein. In Deutschland ist dies ohnehin verboten und wird durch Probennahmen überwacht.

Die eigene Wachser-zeu-gung durch Natur-wabenbau gewährleistet eine höchstmögliche Reinheit von Waben und Honig. Einen Großteil der Honigwaben errichten die Bienen jährlich neu in Form von Naturwaben. Dieses Vorgehen trägt mit zu dem unverfälschten Geschmack des Honigs und zur Vermeidung von Rückständen bei.
Wir verwenden in den Völkern nur betriebseigenes, also von unseren Bienen produziertes Wachs. Somit sind Rückstände durch Zukauf ausgeschlossen.
Die Bienenkästen, Beuten genannt, bestehen aus Holz und sind mit Naturfarben vor Witterungseinflüssen geschützt.
Zur Entnahme der Honigwaben aus dem Volk muss der Imker zunächst die auf diesen Waben sitzenden Bienen schonend entfernen. Dazu verwenden wir selbstverständlich keine chemischen Abwehrmittel wie Phenole, sondern so genannte Bienenfluchten, die wie Einbahnstraßen funktionieren.
Den Flug der Bienen können wir nicht steuern. Je nach Honigsorte sammeln die Bienen auch Nektar von behandelten landwirtschaftlichen Kulturen. Jedoch sind im Honig äußerst selten Rückstände aus der Landwirtschaft nachzuweisen.
Die Empfindlichkeit der Flugbienen wirkt hier im Sinne der Honigqualität. Auch liegen Behandlungszeitpunkt und Blüte solcher Kulturen meist Wochen auseinander.
Die versteckte Lage der Nektarien in den Blüten hilft ebenfalls, ungünstige Einflüsse zu vermeiden.
Soweit Honig Rückstände enthält, rühren diese meist vom Imker her. Diese Einflüsse werden in unserem Betrieb durch unsere Arbeitsweise ver-mieden.
Zur Überwinterung belassen wir den Bienen einen Anteil des Honigs. Lediglich der Bedarf, der dann noch zum Überwintern in unserem mitteleuropäischen Klima fehlt, wird mit Zucker aus ökologischem Anbau ergänzt.

Bioland - glaubwürdig durch konsequente Richtlinien und Kontrollen

Seit 1994 sind wir Mitglied im Bioland-Verband. Bioland ist mit seinen etwa 4500 Mitgliedsbetrieben der größte Verband für organisch biologischen Landbau.
Dieser Verband läßt jährlich die Einhaltung der strengen Richtlinien zur ökologischen Imkerei von einer unabhängigen Kontrollstelle überwachen. Der Besuch eines Kontrolleurs mit der Probennahme von Wachs und Honig und der Prüfung der Betriebsprotokolle ist Vorausset-zung für die Auslobung unserer Erzeugnisse als Bioprodukte.